Microsoft: Stand September 2026

Copilot Agent Builder: einen Teamassistenten erstellen

Mit Copilot Agent Builder einen begrenzten Teamassistenten aufbauen: Quellen, Skills, Tests, Freigaben und aussagekräftige Nutzungskontrolle.

WERKVERSTAND / INTELLIGENZ VERBINDEN

Auf den Punkt

Microsoft zeigt in seiner Anleitung vom 23. September 2026, wie Agent Builder aus einer Aufgabenbeschreibung einen spezialisierten Copilot-Agenten vorbereitet. Für Unternehmen liegt der Nutzen in ausgewählten Quellen und wiederverwendbaren Arbeitsanweisungen. Die neue Anleitung ist keine Garantie für identische Verfügbarkeit aller Funktionen in jedem Konto. Ein Teamassistent sollte vor der Freigabe fachlich und aus Sicht normaler Nutzer geprüft werden.

Einen Assistenten für eine Aufgabe bauen

Die offizielle Anleitung zeigt eine Erstellung über natürliche Sprache mit anschließend prüfbaren Angaben zu Zweck, Anweisungen, Skills und Wissen. Für einen ersten Teamassistenten sollten Sie eine eng umrissene Frage beantworten: Wem hilft er bei welcher wiederkehrenden Aufgabe? Ein Assistent für interne Reisekostenfragen hat andere Quellen und Grenzen als ein Assistent für technische Produktinformationen. Schreiben Sie auf, was eine hilfreiche Antwort enthalten muss und welche Entscheidungen bei Menschen bleiben. Vermeiden Sie eine allgemeine Formulierung wie hilft bei allem. Je klarer der Zweck ist, desto leichter lassen sich passende Quellen auswählen, Fehler erkennen und spätere Änderungen fachlich beurteilen.

Praxisbeispiel: neue Mitarbeiter orientieren

Ein illustrativer Einstieg ist ein Assistent für das Onboarding in einem kleinen Unternehmen. Er beantwortet Fragen zu freigegebenen Abläufen, Ansprechpartnern und der Ablage interner Vorlagen. Beginnen Sie mit wenigen aktuellen Dokumenten und benennen Sie deren Eigentümer. Der Assistent soll auf die Quelle verweisen und bei fehlender Regel einen Ansprechpartner nennen. Persönliche Gehaltsdaten, medizinische Angaben oder individuelle Personalentscheidungen gehören nicht in diesen allgemeinen Wissensbestand. Testen Sie typische Fragen wie Wo finde ich die Vorlage? sowie bewusst unzulässige Fragen nach Informationen anderer Beschäftigter. Der erwartete Nutzen ist eine bessere Orientierung; eine pauschale Aussage über eingesparte Einarbeitungstage wäre ohne eigene Messung unbelegt.

Wissensquellen bewusst begrenzen

Microsoft zeigt die Auswahl konkreter Organisationsquellen und die optionale Nutzung weiterer Verbindungen. Für die Qualität ist entscheidend, ob der Assistent die richtigen gültigen Dokumente verwendet. Vermeiden Sie mehrere widersprüchliche Richtlinien ohne klare Rangfolge. Markieren Sie veraltete Inhalte und prüfen Sie, welche Personen auf den zugrunde liegenden Bestand zugreifen dürfen. Externe Webrecherche sollte nur aktiviert werden, wenn sie dem definierten Zweck dient. Für interne Prozessfragen ist eine allgemeine Internetantwort oft gerade nicht erwünscht. Lassen Sie Antworten mit unklarer Grundlage als unbestätigt kennzeichnen. Der technische Anschluss einer Quelle macht deren Inhalt weder aktuell noch fachlich verbindlich.

Skills für ein überprüfbares Ergebnis formulieren

Ein Skill kann wiederkehrende Arbeitsschritte beschreiben, etwa eine wöchentliche Statusnotiz anhand einer freigegebenen Vorlage. Für den Pilot genügen wenige klare Vorgaben: verwendete Quellen, erforderliche Abschnitte, Umgang mit Lücken und ein erlaubtes Ausgabeformat. Lassen Sie das Ergebnis zunächst als Entwurf erstellen. Die Erstellung eines Textes ist von dessen Versand zu trennen. Testen Sie, ob der Skill bei einer passenden Anfrage gewählt wird und ob er bei fehlenden Angaben Rückfragen stellt. Bewahren Sie ein gutes Beispiel und einen absichtlich schwierigen Testfall auf. Diese Referenzen helfen später, eine Änderung der Anweisung oder der verfügbaren Modelle nachvollziehbar zu bewerten.

Als normaler Nutzer testen und dann gezielt teilen

Die Microsoft-Anleitung beschreibt Vorschau, Teilen mit Personen oder Gruppen, unterschiedliche Nutzungs- und Bearbeitungsrechte sowie eine spätere Veröffentlichung im Organisationskatalog. Prüfen Sie die tatsächlich verfügbaren Möglichkeiten in Ihrem Konto. Vor einer breiten Freigabe sollte ein gewöhnlicher Nutzer typische und kritische Fragen stellen. Er muss die richtigen Quellen sehen und darf nicht durch die Assistentenfreigabe ungeplant weitergehenden Zugriff erhalten. Nutzungskennzahlen wie Sitzungen oder aktive Personen können zeigen, ob der Assistent angenommen wird. Sie belegen aber nicht die fachliche Richtigkeit jeder Antwort. Ergänzen Sie deshalb eine einfache Rückmeldemöglichkeit und einen Verantwortlichen, der Fehler priorisiert und Änderungen erneut testet.

Häufige Fragen zu Agent Builder

Ist Agent Builder dasselbe wie jede Copilot-Studio-Funktion? Die Oberflächen und Einsatzmöglichkeiten sind zu unterscheiden; wählen Sie nach der benötigten Aufgabe und dem tatsächlichen Zugang. Muss ein Assistent sofort im ganzen Unternehmen erscheinen? Nein, beginnen Sie mit einem begrenzten Personenkreis. Kann eine gute Wissensbasis Pflege ersetzen? Sie braucht weiterhin Eigentümer und aktuelle Inhalte. Woran erkennen wir Qualität? An korrekten, belegbaren Antworten und einem sinnvollen Umgang mit unbekannten oder unzulässigen Fragen. Was sollte die erste Abnahme enthalten? Einige häufige Fragen, eine veraltete Quelle, eine fehlende Information und einen Berechtigungstest. Erst danach entscheiden Sie, ob weitere Quellen, Skills oder Nutzer den konkreten Nutzen erhöhen.

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