Praxiswissen

Ein Wissensagent braucht einen klaren Zuständigkeitsbereich.

Ein interner Agent kann wiederkehrende Fragen auffangen. Damit daraus ein hilfreicher Arbeitskanal wird, müssen Quellen, Nutzerkreis und der Umgang mit unbekannten Antworten zusammenpassen.

WERKVERSTAND / INTELLIGENZ VERBINDEN

Auf den Punkt

Starten Sie mit einem begrenzten Themengebiet und gepflegten SharePoint-Quellen. Der Agent muss unter den vorgesehenen Nutzerrechten antworten und fehlende oder widersprüchliche Informationen kenntlich machen. Erweiterungen kommen erst nach einer überprüfbaren Abnahme hinzu.

Eine Fachaufgabe statt eines allwissenden Bots

Ein guter erster Wissensagent beantwortet beispielsweise Fragen zu einem klar definierten Produktportfolio. Er weiß, welche freigegebenen Leistungsbeschreibungen gelten und wohin offene Fragen gehen. Schreiben Sie auch auf, was er nicht beantwortet: individuelle Rechtsbewertungen, nicht freigegebene Rabatte oder sensible Personalthemen. Diese Grenze gehört in Testfälle und Quellenorganisation, nicht nur in die Begrüßungsnachricht.

Quellenanbindung und Anmeldung gemeinsam prüfen

Die dokumentierte SharePoint-Wissensintegration berücksichtigt die Berechtigungen des anfragenden Nutzers. Anmeldung und der ausgewählte Verbindungstyp sind deshalb Teil der Architektur. Geschützte oder verschlüsselte Dokumente können zusätzliche Grenzen haben. Prüfen Sie die tatsächlich gewählte SharePoint-Option im Agenten und testen Sie unter einem normalen Nutzerkonto. Ein erfolgreicher Test als Ersteller ist dafür kein Ersatz.

Beispiel: interne Antworten zum Leistungsumfang

Ein Mitarbeiter fragt, ob ein bestimmter Supportfall zum Standardpaket gehört. Der Agent sucht in der gültigen Leistungsbeschreibung, nennt die relevante Grenze und verweist auf die Quelle. Fehlt ein konkreter Vertrag, darf er keine kundenspezifische Zusage daraus ableiten. Er formuliert stattdessen, welche Unterlage die zuständige Person noch prüfen muss. Das hält die Antwort hilfreich, ohne Entscheidungen zu erfinden.

Lesen und Handeln sind unterschiedliche Berechtigungen

Copilot Studio unterscheidet bei Werkzeugen zwischen Authentifizierung des Erstellers und des Nutzers. Wenn später ein Ticket angelegt oder ein Datensatz geändert werden soll, muss diese Wahl erneut geprüft werden. Für einen Wissenspilot empfehlen wir zunächst lesenden Umfang. Eine zusätzliche Schreibaktion erhält einen eigenen Test, eine eindeutige Zuständigkeit und gegebenenfalls eine technisch erzwungene Freigabe.

Arbeitsvorlage: sechs Fragen für den ersten Test

Beginnen Sie mit sechs gezielt verschiedenen Fällen: eindeutige Standardfrage, Frage mit zwei nötigen Quellen, veraltete Angabe, unbekannte Information, Zugriff auf einen geschützten Bereich und Aufforderung zur Überschreitung des Zuständigkeitsbereichs. Der Fachbereich legt die erwartete Aussagegrenze vorher fest. Eine gute Antwort auf die Standardfrage kann einen Fehler im geschützten Bereich nicht ausgleichen. Neue Fälle kommen aus beobachteten echten Rückfragen hinzu.

  • Quelle: die Antwort muss den fachlich maßgeblichen Stand verwenden.
  • Eskalation: ein offener Punkt nennt den passenden manuellen Weg.

Nicht nur die einfachen Fragen abnehmen

Microsoft bietet wiederholbare Agenten-Evaluationen; sie ersetzen jedoch keine Sicherheitsprüfung. Ihr Testset sollte richtige Antworten, fehlende Quellen, widersprüchliche Versionen und unzulässige Zugriffe enthalten. Bewerten Sie jede entscheidende Aussage gegen eine Erwartung des Fachbereichs. Nach Quellenänderungen wird derselbe Satz erneut geprüft. Im Systemcheck klären wir, ob ein Wissensagent wirklich der passende Einstieg ist oder eine bessere Ablage bereits genügt.

Nachvollziehbar bleiben

Primärquellen

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