Praxisleitfaden

KI im Unternehmen einführen: 30-60-90 Tage

Ziel ist es, einen realistischen Einführungsplan von Auswahl bis Betrieb aufzubauen. Dokumentiert werden folgende Prüfpunkte: ein priorisierter Workflow, Owner, Richtlinie, Pilot und Messung.

WERKVERSTAND / INTELLIGENZ VERBINDEN

Auf den Punkt

Ein 30-60-90-Tage-Plan strukturiert die Einführung um einen priorisierten Workflow. Zuerst werden Ziel, Owner und Richtlinie geklärt, danach folgt ein begrenzter Pilot und anschließend die Entscheidung über Betrieb und weitere Nutzung. Die Zeitabschnitte dienen der Planung; Fortschritt braucht messbare Nachweise.

01 / FIT

Geeignet, wenn

  • Ziel, Scope und fachliche Verantwortung sind konkret benannt.
  • Die Prüfgrundlage ist verfügbar: ein priorisierter Workflow, Owner, Richtlinie, Pilot und Messung.
  • Der Einführungsnachweis verbindet den priorisierten Ablauf mit einer Ausgangsmessung, dokumentierten Pilot-Ergebnissen und einem benannten Betriebsverantwortlichen. Die nächste Stufe wird anhand dieser Ergebnisse begründet.

02 / GRENZEN

Nicht die erste Wahl, wenn

  • Zu vermeiden: breiter Lizenzrollout ohne Prozessbeweis. Abgelaufene Kalendertage oder zugewiesene Lizenzen ersetzen weder den Prozessbeweis noch die Entscheidung, ob der Pilot betreut werden kann.
  • Es gibt weder sichere Testdaten noch einen manuellen Ersatzweg.
  • Eine Produktdemo soll die fachliche Abnahme ersetzen.

Einführung mit Verantwortlichen planen

Der Arbeitsauftrag lautet, einen realistischen Einführungsplan von Auswahl bis Betrieb aufzubauen. Dafür werden Zweck, Owner und zulässiger Betriebsrahmen vor dem ersten Test festgelegt.

Für die fachliche Prüfung werden folgende Punkte dokumentiert: ein priorisierter Workflow, Owner, Richtlinie, Pilot und Messung. Annahmen und fehlende Informationen bleiben im Ergebnis sichtbar.

Einen begrenzten Workflow erproben

  • Für die ersten 30 Tage einen Workflow priorisieren und Ziel, Owner sowie Nutzungsrichtlinie festlegen.
  • Im nächsten Abschnitt den Pilot mit freigegebenen Daten durchführen und Wirkung sowie Prüfaufwand messen.
  • Bis zum dritten Abschnitt Ergebnisse, offene Probleme und die Verantwortung für den Betrieb zusammenführen.
  • Über Fortführung, Anpassung oder Beendigung anhand der Messung entscheiden und weitere Lizenzen daran ausrichten.

Rollout und Betreuung an Nachweise binden

Der Einführungsnachweis verbindet den priorisierten Ablauf mit einer Ausgangsmessung, dokumentierten Pilot-Ergebnissen und einem benannten Betriebsverantwortlichen. Die nächste Stufe wird anhand dieser Ergebnisse begründet.

Zu vermeiden: breiter Lizenzrollout ohne Prozessbeweis. Abgelaufene Kalendertage oder zugewiesene Lizenzen ersetzen weder den Prozessbeweis noch die Entscheidung, ob der Pilot betreut werden kann.

Entscheidungsmatrix

PrüfpunktWeiter, wennStoppen, wenn
Verantwortung und ZielDokumentiert: ein priorisierter Workflow, Owner, Richtlinie, Pilot und Messung.Scope, Daten oder Verantwortung sind noch ungeklärt.
PilotnachweisDer Einführungsnachweis verbindet den priorisierten Ablauf mit einer Ausgangsmessung, dokumentierten Pilot-Ergebnissen und einem benannten Betriebsverantwortlichen. Die nächste Stufe wird anhand dieser Ergebnisse begründet.Es liegt nur eine unbewertete Demo ohne Abnahmenachweis vor.
BetriebsübergabeOwner, Freigabe, Ersatzweg und nächster Prüftermin sind festgelegt.Zu vermeiden: breiter Lizenzrollout ohne Prozessbeweis. Abgelaufene Kalendertage oder zugewiesene Lizenzen ersetzen weder den Prozessbeweis noch die Entscheidung, ob der Pilot betreut werden kann.

Nachvollziehbar bleiben

Primärquellen

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