Praxisleitfaden

KI-Richtlinie für Unternehmen

Ziel ist es, zulässige KI-Nutzung praktisch und verständlich zu regeln. Dokumentiert werden folgende Prüfpunkte: Geltungsbereich, Datenklassen, Konten, Freigaben, Vorfälle und Schulung.

WERKVERSTAND / INTELLIGENZ VERBINDEN

Auf den Punkt

Eine betriebliche KI-Richtlinie erklärt in verständlicher Sprache, welche Nutzung für welche Daten und Konten erlaubt ist. Sie benennt Freigaben, Vorfallswege und Schulung sowie einen klaren Geltungsbereich. Entwickeln Sie die Regeln an tatsächlichen Arbeitssituationen des Unternehmens.

01 / FIT

Geeignet, wenn

  • Ziel, Scope und fachliche Verantwortung sind konkret benannt.
  • Die Prüfgrundlage ist verfügbar: Geltungsbereich, Datenklassen, Konten, Freigaben, Vorfälle und Schulung.
  • Mitarbeitende können anhand repräsentativer Aufgaben erklären, welches Konto und welche Daten zulässig sind, wann eine Freigabe nötig ist und wohin sie einen Vorfall melden. Offene Auslegungsfragen sind dokumentiert.

02 / GRENZEN

Nicht die erste Wahl, wenn

  • Zu vermeiden: eine Vorlage ohne betriebliche Anpassung zu veröffentlichen. Eine unverändert veröffentlichte Vorlage bietet keine ausreichende Orientierung, wenn sie weder reale Datenklassen noch betriebliche Ansprechpartner und Freigabewege abbildet.
  • Es gibt weder sichere Testdaten noch einen manuellen Ersatzweg.
  • Eine Produktdemo soll die fachliche Abnahme ersetzen.

Datenweg und Verantwortung klären

Der Arbeitsauftrag lautet, zulässige KI-Nutzung praktisch und verständlich zu regeln. Dafür werden Zweck, Owner und zulässiger Betriebsrahmen vor dem ersten Test festgelegt.

Für die fachliche Prüfung werden folgende Punkte dokumentiert: Geltungsbereich, Datenklassen, Konten, Freigaben, Vorfälle und Schulung. Annahmen und fehlende Informationen bleiben im Ergebnis sichtbar.

Kontrollen im Ablauf verankern

  • Geltungsbereich, erlaubte Konten und betriebliche Datenklassen mit den Verantwortlichen festlegen.
  • Freigaben und den Meldeweg bei Vorfällen anhand konkreter Arbeitsbeispiele beschreiben.
  • Die Richtlinie mit Mitarbeitenden auf Verständlichkeit und ungeklärte Fälle prüfen.
  • Schulung, Ansprechpartner und einen Termin zur Überprüfung der Regeln festhalten.

Freigabe anhand von Evidenz prüfen

Mitarbeitende können anhand repräsentativer Aufgaben erklären, welches Konto und welche Daten zulässig sind, wann eine Freigabe nötig ist und wohin sie einen Vorfall melden. Offene Auslegungsfragen sind dokumentiert.

Zu vermeiden: eine Vorlage ohne betriebliche Anpassung zu veröffentlichen. Eine unverändert veröffentlichte Vorlage bietet keine ausreichende Orientierung, wenn sie weder reale Datenklassen noch betriebliche Ansprechpartner und Freigabewege abbildet.

Entscheidungsmatrix

PrüfpunktWeiter, wennStoppen, wenn
Daten und VerantwortungDokumentiert: Geltungsbereich, Datenklassen, Konten, Freigaben, Vorfälle und Schulung.Scope, Daten oder Verantwortung sind noch ungeklärt.
KontrollnachweisMitarbeitende können anhand repräsentativer Aufgaben erklären, welches Konto und welche Daten zulässig sind, wann eine Freigabe nötig ist und wohin sie einen Vorfall melden. Offene Auslegungsfragen sind dokumentiert.Es liegt nur eine unbewertete Demo ohne Abnahmenachweis vor.
FreigabegrenzeOwner, Freigabe, Ersatzweg und nächster Prüftermin sind festgelegt.Zu vermeiden: eine Vorlage ohne betriebliche Anpassung zu veröffentlichen. Eine unverändert veröffentlichte Vorlage bietet keine ausreichende Orientierung, wenn sie weder reale Datenklassen noch betriebliche Ansprechpartner und Freigabewege abbildet.

Nachvollziehbar bleiben

Primärquellen

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