OpenAI: Stand September 2026

Custom GPTs zu Plugins migrieren: Vorbereitung für Teams

Custom GPTs sollen am 11. Dezember 2026 auslaufen. So prüfen Teams Zuständigkeit, Actions, Wissensdateien, Freigaben und den Wechsel zu Plugins.

WERKVERSTAND / INTELLIGENZ VERBINDEN

Auf den Punkt

OpenAI plant die Ablösung von Custom GPTs durch Plugins. Der am 23. September geprüfte Stand nennt den 11. Dezember 2026 als geplanten Ruhestand; abweichende Kontohinweise und Workspace-Termine sind maßgeblich. Teams sollten ihre wichtigen GPTs jetzt inventarisieren und den Ersatz fachlich testen. Migration überträgt weder sämtliche Integrationen noch automatisch alle bisherigen Zugriffsrechte.

Ankündigung, Migration und Abschaltung unterscheiden

Die Ankündigung vom 11. September bedeutet nicht, dass bestehende GPTs bereits verschwunden sind. Sie können bis zum jeweiligen Ruhestand im Rahmen ihrer bisherigen Berechtigungen weiterverwendet werden. Der 22. September war in der Enterprise-Planung ein Zieltermin für Migration und Nutzerhinweis, keine Zusage, dass jedes Konto die Funktion an diesem Tag erhält. Entscheidend ist außerdem, in welchem Konto oder Workspace ein GPT erstellt wurde. Ein öffentlich genutzter GPT kann daher einer anderen Übergangsregel folgen als das Konto seiner Nutzer. Halten Sie pro wichtigem GPT Herkunft, Eigentümer, sichtbaren Hinweis und geplanten Umstellungstermin fest, bevor Sie einen gemeinsamen Termin im Team kommunizieren.

Die wirklich genutzten GPTs erfassen

Fragen Sie nicht nur nach offiziell eingeführten Assistenten. In kleinen Unternehmen liegen hilfreiche Textbausteine oft in einem persönlich erstellten GPT, den mehrere Kollegen über einen Link verwenden. Erfassen Sie den Zweck, wiederkehrende Aufgaben, Referenzdateien und erforderliche Verbindungen. Benennen Sie einen fachlichen Eigentümer und eine Vertretung. Ergänzen Sie je GPT drei typische Eingaben sowie einen problematischen Fall mit erwarteter Antwort. Diese Sammlung ist später wertvoller als eine bloße Namensliste. Priorisieren Sie GPTs, deren Ausfall Angebote, Support oder interne Berichte unterbrechen würde. Selten genutzte Experimente brauchen keinen aufwendigen Nachbau, wenn ihr Zweck inzwischen anders erfüllt wird.

Was übertragen wird und was neu geprüft werden muss

Die Herstellerhilfe beschreibt eine Übernahme aus der zuletzt veröffentlichten GPT-Fassung: Anweisungen werden zum Skill, Wissensdateien zu Referenzdateien und verbundene Apps werden zugeordnet. Unveröffentlichte Entwürfe, die ausgewählte Modellkonfiguration und bestehende Gespräche werden nicht mitgenommen. Custom Actions benötigen einen gesonderten Ersatz, beispielsweise eine passende App oder eine technische Integration. Ein migriertes persönliches Plugin beginnt privat. Die bisherigen Nutzer haben daher nicht automatisch Zugang. Nach der Migration bleibt der ursprüngliche GPT bis zum Ruhestand nutzbar, wird aber schreibgeschützt. Erledigen Sie wesentliche Änderungen deshalb vorher und dokumentieren Sie, welche Version als Übergabestand gelten soll.

Praxisbeispiel: ein Angebotsassistent mit CRM-Anbindung

Angenommen, ein Vertriebsteam nutzt einen GPT für Angebotsentwürfe. Die Formulierungsregeln und Leistungstexte lassen sich in einem Ersatz wiederverwenden; die Abfrage einer Kundennummer über eine Custom Action muss separat geprüft werden. Teilen Sie den Test daher in zwei Teile. Zuerst soll das Plugin aus festen Beispieldaten denselben zulässigen Entwurf erstellen. Danach wird die neue CRM-Verbindung mit berechtigten und unberechtigten Testkonten geprüft. Prüfen Sie insbesondere, ob ähnliche Firmennamen verwechselt werden und ob ein fehlender Datensatz zu einer Rückfrage führt. Der Entwurf bleibt intern, bis Datenzuordnung und Leistungsumfang stimmen. Das Beispiel beschreibt eine mögliche Einführung, kein bereits erzieltes Kundenresultat.

Den Wechsel als kleine Übergabe organisieren

Lassen Sie zuerst Eigentümer und Vertretung prüfen, anschließend einen gewöhnlichen Nutzer ohne zusätzliche Administratorrechte. Stimmen Ausgabeformat, Quellen und erlaubte Aktionen, kann ein kleiner Nutzerkreis wechseln. Verteilen Sie dabei nicht nur einen neuen Link, sondern eine kurze Anleitung: welches Plugin, welcher Zweck, welche Eingabe und welcher Ansprechpartner bei Fehlern. Dokumentieren Sie auch, welche alte Verbindung nicht mehr benötigt wird. Eine Entfernung erfolgt erst nach der Abnahme und nach Prüfung anderer Abhängigkeiten. Messen Sie in der ersten Woche fehlende Zugriffe, fehlerhafte Toolauswahl und zusätzliche Nacharbeit. Daraus entsteht eine konkrete Restpunktliste, anstatt den Wechsel allein durch das erfolgreiche Anlegen eines Plugins für abgeschlossen zu erklären.

Häufige Fragen zur GPT-Migration

Kann jeder Nutzer einen GPT migrieren? Nutzungszugriff ist keine Eigentümerschaft; Ersteller beziehungsweise berechtigte Administratoren benötigen die passende Migrationsfunktion. Bleiben alte Gespräche im neuen Plugin erhalten? Nein, planen Sie die Übergabe relevanter fachlicher Informationen ausdrücklich. Funktioniert eine Custom Action automatisch weiter? Nein, ihre fachliche Aufgabe und technische Verbindung sind gesondert zu ersetzen und zu testen. Muss das Plugin öffentlich werden? Für interne Prozesse ist öffentlicher Zugang kein Ziel; prüfen Sie die tatsächlich benötigte Verteilung. Was tun, wenn die Migration noch fehlt? Bestandsaufnahme, Beispieldaten und Testspezifikation können bereits vorbereitet werden. Halten Sie einen dokumentierten manuellen Ablauf bereit, damit ein Terminwechsel des Anbieters nicht den Betrieb blockiert.

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